

In der Regel teilt das zuständige Transplantationszentrum dem Patienten mit, dass ein passendes Organ gefunden wurde und klärt mit ihm die Anreisemodalitäten. Der Anruf bedeutet aber noch nicht, dass auf jeden Fall transplantiert wird. Möglicherweise erweist sich das Spendeorgan während der Entnahme als nicht transplantabel oder aber der Patient wurde nur als potenzieller Ersatzempfänger einbestellt.
Außerdem wird die Transplantation nur dann durchgeführt, wenn die Ergebnisse der Tests, die unmittelbar vor der Operation stattfinden, es zulassen. Zu diesen Tests gehören:
Weisen die Ergebnisse der Kreuzprobe auf ein hohes Abstoßungsrisiko hin, wird von einer Transplantation abgesehen. Auch bislang unbemerkte Infektionen des Patienten könnten ein zu hohes Risiko darstellen.
Gibt es keine Gründe, die gegen eine Transplantation sprechen, laufen die OP-Vorbereitungen weiter:

Die Dauer der Operation ist abhängig von dem zu transplantierenden Organ und beträgt duchschnittlich:
Nach der Transplantation verbringt der Patient zunächst einige Tage auf der Intensivstation. Dies hat vor allem zwei Gründe: Zum einen ist nach einem größeren operativen Eingriff eine intensive Überwachung des Gesundheitszustandes wichtig. Zum anderen müssen nach einer Transplantation spezielle Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Damit das körpereigene Immunsystem das Transplantat nicht wieder abstößt, werden immunsuppressive Medikamente verabreicht. Die Dosierung ist in den ersten Tagen besonders hoch und der Patient damit sehr anfällig für Infektionen.

Nach 3-5 Tagen kann der Patient in der Regel schon wieder aufstehen. Wichtig ist die aktive Beteiligung an der eigenen Regeneration. Sie umfasst neben Atemübungen, Körperpflege und Bewegung auch die eigenverantwortliche Einnahme der Medikamente.
Manchmal arbeitet das transplantierte Organ nicht richtig. Man spricht auch vom primären Transplantatversagen. Falls eine neue Leber- oder ein neues Herz nötig ist, reagiert EUROTRANSPLANT sehr schnell, das heißt innerhalb von ein bis zwei Tagen wird ein neues Organ zur Verfügung gestellt. Manchmal bemerkt der Patient gar nichts von der zweiten Operation, da sie praktisch in der gleichen Narkose durchgeführt wird.
Nach der Nierentransplantation kann es bei einigen Patienten zwei bis drei Wochen dauern, bis das Organ richtig arbeitet. Das sagt aber nichts über seine künftige Funktionsfähigkeit aus.
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